Zusätzliche Produktinformation (PDF)
Sicherheitsdatenblatt anzeigen
| Spezifikation | ||||
|---|---|---|---|---|
| Synonym | Cleland's Reagenz, 1,4-Dithio-DL-threit(ol) | |||
| Löslichkeit (20°C) | 1500 g/L (H2O) | |||
| Schmelzpunkt | 42 - 44°C | |||
| Formel | C4H10O2S2 | |||
| M | 154,25 g/mol | |||
| CAS-Nr.: | 3483-12-3 | |||
| HS-Nr.: | 29309099 | |||
| EG-Nr.: | 222-468-7 | |||
| Lagerung: | 2-8°C | |||
| LGK: | 10 - 13 | |||
| Entsorgung: | 3 | |||
| R: | 22-36/38 | |||
| gesundheitsschädlich, reizend | ||||
| WGK: | 3* | |||
| Spezifikation | ||||
| Gehalt (iodometr.) | min. 99,5 % | |||
| pH (0,1 M; H2O; 20°C) | 4,0 - 6,0 | |||
| DTT (oxidiert) | max. 0,5 % | |||
| Wasser (K.F.) | max. 0,5 % | |||
| A (1 cm/0,02 M in H2O) | ||||
| 283 nm | max. 0,05 | |||
| Literatur |
|---|
|
(1) Cleland, W.W. (1964) Biochemistry 3, 480-482 Dithiothreitol, ein Schutzreagenz für SH-Gruppen. (2) Zahler, W.L. & Cleland, W.W. (1968) J. Biol. Chem. 243, 716-719 Spezifischer und sensitiver Nachweis für Disulfide. (3) Jocelyn, P.C. (1987) Methods Enzymol. 143, 246-256 Chemische Reduktion von Disulfiden. (4) Gegenheimer, P. (1990) Methods Enzymol. 182, 174-193 Herstellung pflanzlicher Extrakte. (5) Hart, R.A. et al. (1994) Bio/Technology 12, 1113-1117 'Large scale in situ isolation' von periplasmatischen IGF-I aus E. coli. |
| Hinweis |
|---|
| Dithiothreitol (DTT) wird wie β-Mercaptoethanol als Reduktionsmittel zur Erhöhung der Stabilität von Proteinen, als Schutz vor der unerwünschten Oxidation von Cysteinresten, eingesetzt. Es kann in praktisch allen Experimenten β-Mercaptoethanol in einer drei- bis vierfach niedrigeren Konzentration ersetzen. DTT ist dabei weniger giftig, geruchsintensiv und bildet keine gemischten Disulfide wie β-Mercaptoethanol. DTT ist wasserlöslich und wird in der Regel als 1 M Stammlösung angesetzt. Diese Lösung sollte aliquotiert bei -20°C gelagert und während des Arbeitens vor Wärme geschützt werden. Es sollte den Lösungen im Experiment in ausreichender Menge zugesetzt werden, da es relativ schnell an der Luft oxidiert. Die Arbeitskonzentration liegt zwischen 0,1 und 1 mM, muss aber zum Beispiel bei der Herstellung pflanzlicher Extrakte auf bis zu 5 mM (4) oder bei der 'large scale in situ isolation' von Proteinen bei der Fermentation auf bis zu 10 mM erhöht werden (5). Für die vollständige Reduktion von Disulfiden kann die Konzentration erheblich höher liegen (3). Eine stabilere Alternative zu DTT wäre Tris(2-carboxy)ethylphosphin (A2233). |
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